Im ersten Halbjahr 2026 war der Leitverband des Ostbelgischen Sports (LOS) wieder in den Gemeinden Ostbelgiens präsent. Neben der Teilnahme an den Generalversammlungen der Sportbünde und Sporträte organisierte LOS in den Gemeinden, in denen kein Sportbund oder Sportrat mehr besteht, eigene Austauschabende.
Im Mittelpunkt stand der persönliche Austausch zwischen LOS, den Sportvereinen und den jeweiligen Sportschöff:innen. Neben Informationen zu aktuellen Projekten, Dienstleistungen sowie Aus- und Weiterbildungsangeboten von LOS hatten die Vereine die Möglichkeit, ihre Anliegen, Wünsche und Ideen einzubringen. Als Leitverband versteht sich LOS dabei als verbindendes Element zwischen den Sportvereinen, den Gemeinden und der Politik. Ziel ist es, gemeinsame Bedarfe zu erkennen und daraus konkrete Maßnahmen abzuleiten.
Hohe Nachfrage nach Aus- und Weiterbildungen
Der am häufigsten genannte Themenbereich war der Wunsch nach zusätzlichen Aus- und Weiterbildungen. Genannt wurden unter anderem Angebote im Tanzsport, Turnsport, Fußball, Mentaltraining sowie Erste-Hilfe-, Schiedsrichter- und Kampfrichterausbildungen. Auch in weiteren Sportarten wurden konkrete Ausbildungsbedarfe geäußert.
LOS wird diese Anregungen gemeinsam mit den Sportfachverbänden prüfen und in die zukünftige Planung aufnehmen. Aktuell verfügt der Leitverband bereits über ein breites Aus- und Weiterbildungsprogramm, das aufgrund dieser Rückmeldungen kontinuierlich weiterentwickelt werden kann.
Administrative und infrastrukturelle Herausforderungen
Mehrere Vereine sprachen infrastrukturelle und administrative Herausforderungen an. Dazu zählen fehlende Hallenkapazitäten, erschwerte Genehmigungsverfahren für Veranstaltungen im Forstbereich sowie der Wunsch nach einfacheren und gemeindeübergreifenden Anträgen. Die aktuellen Bedingungen erschweren vielen Vereinen die Planung und Durchführung von Veranstaltungen. Dadurch gehen wichtige Möglichkeiten zur Belebung des Vereinslebens verloren, aber auch finanzielle Mittel, die beispielsweise in die Nachwuchs- und Vereinsarbeit reinvestiert werden könnten.
Gemeinsam mit der Regierung, dem Ministerium und den betroffenen Gemeinden möchte LOS diese Themen in den kommenden Monaten aufgreifen. Ziel des Leitverbands ist es, bürokratische Hürden abzubauen und einfache vereinsfreundliche Lösungen für den organisierten Sport in Ostbelgien zu entwickeln.
Bestehende Angebote werden rege genutzt
Die Gemeindetreffen haben erneut gezeigt, wie wichtig der direkte Austausch mit den Sportvereinen und Gemeinden ist. Darin wurde auch deutlich, dass bestehende Angebote von LOS wie der Sportkalender, die Vereinsdatenbank oder der Newsletter von den Vereinen geschätzt werden. Nach den Treffen in den Gemeinden war bereits ein Anstieg neuer Einträge und und aktualisierter Vereinsprofile festzustellen.
LOS wird auch im Jahr 2027 wieder die Sportvereine in den Gemeinden besuchen, um den regelmäßigen Dialog fortzusetzen. Die Treffen sind ein wichtiger Bestandteil der Aufgabe des Leitverbands, um die Interessen des Sports aktiv vertreten zu können. Der Leitverband des Ostbelgischen Sports bedankt sich bei allen Sportvereinen, Sportbünden und Sporträten sowie Sportschöff:innen für die offenen Gespräche und Anmerkungen.